WILLKOMMEN IN RHEINLAND-PFALZ

Hier ist das Land mit einer uralten bewegten Geschichte, das am 30. August 1946 gegründet wurde. Und es ist ein gesegnetes Land, mit Wein, Wald und zahllose Burgen, die das Gesicht des Landes prägen. Man begegnet hier noch der Tradition und fröhlichen Wein- und Winzerfesten, die besonders beliebt sind, denn hier haben die Menschen noch einen Sinn für das gesellschaftliche Zusammenleben. Und in diesem Land, in dem mächtige mittelalterliche Burgen und Dome die Standfestigkeit ihrer Bewohner und die Freiheitsliebe und das religiöse Leben präsentieren, da ranken sich auch Märchen und Sagen durch die Zeiten der beiden Regionen Rheinland und Pfalz.

Man trifft die Zeugen alter Kulturen überall an, und eiszeitliche Funde und Überbleibsel aus der Steinzeit zeugen von einer frühen Besiedlung dieses Landes. Relikte der einstigen Goldschmiedekunst, z.B. aus der Bronzezeit, und sehr viele, bei Ausgrabungen zutage getretene Kulturgegenstände, beweisen die hochstehende Lebensweise jener Bewohner, lange vor der Industrialisierung. Hier in Rheinland-Pfalz begleitet uns auch der Rhein ein großes Stück, und er war schon sehr oft am Schicksal der an seinen Ufern lebenden Menschen beteiligt. Er präsentiert uns auch in einem Teil sein schönstes Stück, das man eigentlich nur mit Superlativen beschreiben möchte. Er lockt mit seiner Romantik Jahr für Jahr Tausende und aber Tausende der verschiedensten Nationen an seine Ufer.

Herrlich ist das Rheintal anzusehen mit seinen Burgen, belebt mit den Schiffen, besungen und verherrlicht von den verschiedensten Dichtern wie kaum ein anderes Tal. Es gibt die unterschiedlichsten Landschaften in Rheinland-Pfalz, und so bieten der Hunsrück, Rheinhessen, die Pfalz, Mosel und die Eifel sowie das Rheintal und Westerwald auch die unterschiedlichsten Erlebnisse und Begegnungen. Es verdankt z.B. der Hunsrück seine Bekanntheit der eher herben Schönheit der Natur, denn hier zieht sich eines der größten Waldgebiete Deutschlands hin. Grüne oder goldene Felder, tief dunkle Wälder mit klaren Bächen und schöne, romantische Dörfer und Höfe, weithin sichtbaren Kirchen - der Hunsrück öffnet sich für seine Besucher auf den ersten Blick.

Nicht weit von Trier, eine der ältesten Städte Deutschlands mit dem Dom St. Peter, dessen Bau um das Jahr 1000 begonnen wurde, beginnt der Hunsrück und zieht sich ca. 100 km bis zum Rhein als Hochplateau mit dem Hoch-, Idar-, Soon- und Binger Wald, und bereits 400 Jahre vor den Römern lebten hier die Kelten, die ebenfalls ihre Erinnerungsstücke zurückließen. Man hatte Städte auf bereits vorhandenem Grund jener verlassenen Stellen errichtet und ausgebaut, und Burgen und Kirchen entstanden hier im Mittelalter. Wild- und Rauhgrafen wurden mächtige Gebietsherren, die sich mit den Rhein- und Pfalzgrafen verbanden, so z.B. die Grafen von Sponheim, die fast 50 Burgen im Hunsrück und an seinen Rändern bauten. Heute hat man von den Ruinen einen herrlichen Ausblick über den ganzen Hunsrück (“hundesrucha”).

Die Stadt Simmern mit dem Schinderhannesturm, dem Rest der ehemaligen Stadtmauer, liegt ebenfalls in der Nähe der Hunsrück-Höhenstraße und hatte viele geschichtliche Erlebnisse, die nicht alle von glücklichen Zeiten reden. Ganz in der Nähe findet man einen schönen Hochwildschutzpark mit vielen früher hier heimischen Tieren wie z.B. Wolf und Wiesent. Unmittelbar beginnt hier bei Rheinböllen der Soonwald. Es ist ein 20.000 Hektar großes Waldgebiet, das nicht nur geschichtsträchtig ist, sondern auch ein kaum berührtes Naturwaldreservat, und die Bevölkerungsdichte ist in der Bundesrepublik nirgends niedriger als in dieser Region der Wälder.

Damit ist der Soonwald allein von seinem naturgesundheitlichen Aspekt ein Erholungsgebiet der Sonderklasse. Es kommt hier in diesem wildromantischen Teil von Rheinland-Pfalz jeder Naturfreund auf seine Kosten. Am Rande des Soonwaldes liegt der kleine Ort Spall, der unter anderem neben einem Schottlandmuseum so einiges zu bieten hat. Die älteste Stadt des Hunsrücks ist Kirchberg, sie wurde schon von den Römern besucht und ist auch über die Hunsrück-Höhen-Straße zu erreichen, die unmittelbar auch an Hahn vorbeiführt, in dessen Nähe die Zukunft etwas Großes vorbereitet hat: Hier ist der Flughafen, der den Großflughafen Frankfurt entlasten soll. Fast 700 m ist einer der höchsten Punkte im Hochwald, und von dem Museums-Städtchen Hermeskeil und der ehemaligen Hauptstadt des Fürstentums Birkenfeld (hier lebten die Vorfahren der bayerischen Wittelsbacher) lassen sich wunderschöne Wanderungen zum Erbeskopf, der höchsten Erhebung im Hunsrück mit 816 m, durchführen. Im Winter ist hier ein herrliches Skigebiet und im Sommer gibt es in den schönen Tälern einsame Moore, Blumen und Wild, Tannenwälder mit klaren Quellen und lichte Buchenwälder mit Farn und Beerensträuchern.

Es zieht sich über den Hunsrück die alles verbindende Hunsrück-Höhenstraße. Sie führt von der Autobahn Koblenz-Mainz bis fast an die saarländische Grenze nach Saarburg. Am Fuße des Hunsrücks und an der Edelsteinstraße liegt Idar-Oberstein (bekannt durch Edelsteine und der spektakulär in die Steilwand gebauten Felsenkirche) und unterhalb des Idarwaldes befinden sich ebenfalls die Städte Kirn (altes Burgenstädtchen mit Kyrburg) und Bad Sobernheim, das durch das Felkebad und Freilichtmuseum bekannt wurde, an der Nahe. Weiter unterhalb im Nahetal, in der Richtung zum Rhein, trifft man auf Bad Münster am Stein-Ebernburg mit dem Rheingrafenstein, Rotenfels (größte Steilwand zwischen der Nordsee und den Alpen) und der Ebernburg (Sitz des Ritters Franz von Sickingen).

Bad Kreuznach, bekanntes Sole- und Radiumbad (ältestes Radon-Solbad der Welt) und Mittelpunkt des Weinhandels an der Nahe, ist eine sympathische und aufgeschlossene Stadt, die viel zu bieten hat. Bei der Mündung der Nahe in den Rhein liegt Bingen mit der Burg Klopp und dem bekannten Mäuseturm, das vor allem durch die Rheinromantik bekannt wurde. Es gibt noch viele Sonnenseiten in Rheinland-Pfalz, so z.B. die Städte im Rheintal. Viele Burgen und Ruinen aus der staufischen Zeit, haben dieses Tal berühmt gemacht, und hier begegnet man der Romantik, wenn man sich auf die Suche der ehemals hier wohnenden Ritter macht. Eine Zollstation hatte man in den Rhein gebaut, die bekannte Pfalz bei Kaub, sie ist noch ein Überbleibsel aus der Zeit der Kurpfalz.

Von Trechtingshausen über Niederheimbach, Bacharach mit Burg Stahleck, Oberwesel, St. Goar, Boppard, Rhens und Spay kommt man nach Koblenz, der Stadt mit einem Regierungsbezirk, am Zusammenfluss von Mosel und Rhein, dem „Deutsches Eck“. Wanderer und Radwanderer erfreuen sich an der schönen Rheinstrecke zwischen Bingen und Koblenz, und nicht nur Dichter haben über den Rhein viel Schönes gesagt, sondern auch jeder, der einmal hier eine kurze oder längere Pause eingelegt hat und sich den Hauch vergangener Zeit in den alten heimeligen Weinlokalen um die Nase hat wehen lassen.

Rheinland-Pfalz reicht von Belgien/Luxemburg bis hier her und setzt sich auf der anderen Seite des Rheines fort bis in den hohen Westerwald (er ist ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges). Die Stadt St. Goarshausen am Rhein, mit den Burgen Katz und Maus, ist vor allem bekannt geworden durch den Loreleyfelsen, auf dem eins die schöne Loreley ihr goldenes Haar kämmte und viele Bootsführer verwirrte, die dann auf einen Felsen auffuhren und versanken. Hier sind die Bergwände hoch, steil und schroff, und man baut an den meisten Hängen einen wunderbaren Wein an.

Auch hier im Westerwald sind die Berge bis fast 700 m hoch (bei klarem Wetter kann man von der Fuchskaute 52 Orte zählen!) in der Nähe von Bad Marienberg oder Hachenburg, einem ehemaligen Residenzstädtchen. Der Westerwald liegt zwischen Lahn, Rhein und Sieg, eine wellige Hochfläche mit muldenförmigen Tälern, bewaldeten Höhen und Basaltkuppen. Ein beliebtes Erholungsgebiet, südlich von Hachenburg, sind die 7 Weiher der Westerwälder Seenplatte, die auf dem undurchlässigen Basaltboden angelegt wurden; auch findet man den größten Fischzuchtbetrieb Deutschlands in dieser Gegend. Das Hervorragendste in dieser Landschaft war die Entdeckung des Tons, und seine Qualität rief eine bedeutende tonverarbeitende Industrie ins Leben. Seit dem Mittelalter ist die Ton- und Keramikindustrie im sogenannten Kannenbäckerland ein Begriff, und Höhr-Grenzhausen ist heute noch Mittelpunkt der keramischen Industrie. Die Tradition des rheinischen Steinzeugs wird auch im tausendjährigen Montabaur fortgeführt.

Die Städte Diez, Nassau (Geburtsstadt vom Freiherrn vom Stein), Bad Ems (Thermalquellen) und Nieder- und Oberlahnstein liegen an der Lahn. Romantik und Idylle, Wald, Wiesen, Burgen und Dome - auch hier, Stätten der Erholung und Erbauung. Am Zusammenfluss von Wied und Rhein liegt Neuwied, und von Neustadt durch das Tal der Wied werden eine Fülle von Naturschönheiten und romantischen Eindrücken geboten. Wohl eines der schönsten Täler in Rheinland-Pfalz ist das Ahrtal, und in der Eifel entspringt dieser kleine, aber recht wilde Fluss. Ein sehr geschätzter Rotwein wächst hier bei Altenahr, und am Ausgang des Ahrtals liegt das weltbekannte Heilbad Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Tal weitet sich zur “Goldenen Meile”, bevor die Ahr in den Rhein mündet, einem fruchtbaren Becken bei Sinzig. An den Ausläufern der Eifel, jenem Höhenzug, der wie der Hunsrück abwechselt mit fruchtbaren Feldern, Wäldern mit viel Wild und Heidestreifen, liegen direkt am Rhein Remagen und Andernach.

Die Eifel ist der nordwestliche Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Diese Landschaft ist voller Abwechslung, und dominierend sind die erloschenen Vulkankegel mit ihren Kraterseen, den sogenannten Maaren, hier weht noch urweltliche Stimmung abwechselnd mit touristischem Treiben. So sollte man z.B. den Laacher See mit der Abtei Maria Laach unbedingt besuchen, wenn man einmal in der Nähe ist. In der Gegend um Mayen (Genovevaburg) im Maifeld, innerhalb des Dreiecks Rhein-Mosel, ist die Steinindustrie (Basalt, Bims, Schiefer) zu Hause.

Eine große Menge von kulturellen und historischen Kostbarkeiten kann die Eifel vorweisen, und im Senkental zwischen Wittlich (Säubrennerstadt) und Münstermaifeld wird noch Tabak angepflanzt. Alle, die einst hier lebten und diese Landschaft zu ihrem Kulturgut erklärten, so die Kelten, Römer und Franken, hinterließen unschätzbare kulturelle Raritäten, wie z.B. bauten die Römer das schwarze Tor, die Porta-Nigra in Trier, die Villa Otrang in Bitburg. Sie waren es auch, die den Wein hierher brachten. Man weiß allerdings nicht mehr, welche Rebsorte sie mitbrachten, aber heute dominiert die Rieslingsrebe auf den Terrassen an der Mosel. Übrigens gaben sie auch der Mosel ihren Namen „Mosella“ (die kleine Maas). Die Weine wurden teils von den klösterlichen Weinbauern eher auf das Religiöse hindeutend benannt, so z.B. „Altärchen“ oder von anderen Winzern einfach und respektlos „Nacktarsch“.

Es gehört zu den schönsten Urlaubserlebnissen, wenn man am Nürburgring vorbei zur Hohen Acht (747m) wandert, und die Eifel und ihre Eigentümlichkeit dabei so richtig kennen lernt. Auch mehrere Burgen stehen in der Eifel den Ausflüglern zur Besichtigung zur Verfügung, so z.B. die einmalig schöne Burg Eltz oder die Burg Pyrmont am Wasserfall der Elz. Ausflüge in die Schneifel (Schnee-Eifel) von Prüm, wo man eine einmalige Fossiliensammlung ansehen kann, durch die Wolfsschlucht zum Schwarzen Mann (697 m) kann man nur empfehlen. Gerolsteiner Sprudelwasser ist weit bekannt – hier an der Quelle kann man es kostenlos genießen, und das Wahrzeichen Gerolsteins ist das Dolomitengebirge der Eifel mit seinen Korallenriffen, von dem man sagt, dass hier vor Jahrtausenden ebenfalls Neandertaler in den Höhlen lebten.

Die Stadt Cochem an der Mosel hat jährlich einen Touristenstrom von 2 Millionen Besuchern und ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, denn hier gibt es für jeden ausreichen viel zu sehen und zu erleben: Sesselbahn, eine Burg wie aus den Rittersagen und einen Tier- und Märchenpark. Ein anderes Weinanbaugebiet ist Rheinhessen. Durch sein besonderes Klima und der Beschaffenheit des Rheinhessischen Hügellandes nennt man diesen Teil von Rheinland-Pfalz auch „die Toscana Deutschlands“. Hier bei Ingelheim hatte Karl der Große seine Pfalz erbauen lassen, und er war jener, der den Rotwein hier her brachte. So pflanzte er die kleine blaue Traube als erster im großen Stil an. Aber bereits um 100 n. Chr. hatte man hier in dieser Landschaft, zwischen Alzey , Ingelheim, Speyer und Worms die ersten Weinberge, und 774 hatte Karl der Große die erste Winzerei eingerichtet (sie durfte allerdings nur an die Kirche und den Hof liefern). Die Weine von Nierstein und Oppenheim waren schon in der Renaissance hoch begehrt.

Ein Weinparadies ist Rheinhessen mit 24.000 ha Rebenfläche, und in fast jeder Gemeinde gibt es einen Winzer. Der Slogan “Wein - Kultur - Tourismus” erfüllt nicht nur den Weintrinkern die Wünsche, sondern auch andere touristische Leckerbissen treffen hier auf ihre Liebhaber, und man hat in Nierstein ein Naturkundemuseum mit einer bedeutenden Fossiliensammlung eingerichtet, die paleontologische Besonderheiten aus dem Mainzer Becken, aus der Tertiärzeit, dem Interessierten näher bringt. Hier im Land der Nibelungen bei Worms feierten einst deutsche Kaiser prunkvolle Feste, jüdische Gelehrte versammelten ihre Schüler im Schatten der Synagoge, Luther widersprach hier dem Kaiser und mittelalterliche Dichter machten Worms zum Hintergrund des bedeutendsten mittelalterlichen Heldenepos in deutscher Sprache, des Nibelungenliedes, aus dessen Geschichte das Denkmal Hagens, wie er den Schatz im Rhein versenkt, entliehen ist. Rheinhessen, so nennt sich jener Teil zwischen Bingen, Mainz (Landeshauptstadt, bekannt durch die Fastnacht), Alzey und Worms, hat also eine tiefgreifende Bedeutung erreicht, die in allen Städten durch Tradition zu bemerken ist.

Speyer am Rhein ist eine Stadt, in der noch viele Sakralbauten an die Zeit der Staufer erinnern, sie prägen das Stadtbild. So wäre der Kaiserdom zu nennen, das Wahrzeichen der Stadt. Wer den Dom besucht, der sollte auch zur Kaisergruft hinunter steigen, denn hier liegen die Herrscher des Mittelalters, vom 11. bis 13. Jahrhundert. Wenn der Stauferkaiser Friedrich Barbarossa zurück käme nach Kaiserslautern in die Pfalz, dann würde ersein Burg vermissen, es sind nur noch ein paar Quader übrig geblieben. Westlich von Kaiserslautern liegt an der saarländischen Grenze, hinter dem Westrich, die Stadt der Rosen und Rosse - Zweibrücken. Wir befinden uns nun in der Pfalz, und was liegt näher, als die urpfälzische Landschaft zu erwähnen, den Pfälzer Wald, der das größte zusammenhängende Waldgebiet in der Bundesrepublik Deutschland darstellt.

Hier gibt es fast unbegrenzte Wander- und Freizeitmöglichkeiten, und über 100 Jugendherbergen und Wanderheime bieten Übernachtungsmöglichkeiten. Am Rande eines Truppenübungsplatzes liegt Baumholder, und vor vielen Jahren mussten 14 Orte weichen, damit ein Übungsplatz von 110 qkm entstehen konnte. Wenn wir von Größe reden, dann kann man auch einmal die Größe der Pfalz im Fußballjargon nennen: 1 Mill. Fußballfelder! Hinter dem Pfälzer Bergland ist das Wallalbtal, hier tut sich dem Reisenden ein wunderschönes Fleckchen Erde auf und viele alte Mühlen verbinden einen sogenannten Mühlenwanderweg, der bei Landstuhl beginnt. Das nördliche Ende der Vogesen bildet den Wasgau, der zwischen der französischen Grenze und dem Tal der Queich liegt.

Noch eine herrliche Pfälzer Landschaft ist das einmalige Felsenland bei Dahn, das man von Bad Bergzabern kommend erreicht, oder vom großartigen Burgenland im Norden, rund um den Trifels bei Annweiler, und nicht weit weg ist das Schuh-Industriezentrum Pirmasens. Kommen wir zur sonnenreichen Weinpfalz, wo schon sehr früh die Mandelbäume blühen, die Hänge der Hügel wie Meere von Reben in ein bewaldetes Hügelland übergehen, dort wird man zu jeder Jahreszeit ein herrliches Urlaubsparadies vorfinden. Die Deutsche Weinstraße gibt es seit 1935, und sie verläuft von Schweigen bis Bockenheim. Zu einem Begriff wurde die Weinstraße, die weit über die Landesgrenzen bekannt wurde, und entlang der Weinstraße gibt es kein Wochenende von März bis Oktober, wo nicht ein Weinfest stattfindet.

In Neustadt (die Perle der Pfalz) an der Weinstraße wählte man 1931 erstmals eine Königin des Weines. Das Paradebeispiel für die vielen von Kirche, Geschichte und Landschaft geprägten Feste der Pfalz ist Bad Dürkheim, und bis in das Jahr 1417 geht der Ursprung des Wurstmarktes zurück, der sich von einer Wallfahrt in ein Volksfest verwandelte, zum größten Weinfest der Welt. Ein weiteres Fest des Weines ist das “Fest des Federweißen” in Landau (hier gibt es auch jedes Jahr einen interessanten Blumenkorso), und in Grünstadt wird noch der Winter verbrannt.

Der Donnersberg gehört zum nordpfälzischen Bergland und ist mit 687 m Höhe die höchste Erhebung in der Rheinpfalz. Hier befand sich einst eine keltische Fliehburg. Jeder kennt Hassloch in der Pfalz durch den gigantischen Holiday-Park, der in jedem Jahr noch um eine Attraktion erweitert wird und noch mehr an Unterhaltung und Spaß bringt. Die Rheinebene ist der sogenannte “Garten Gottes”. Hier wächst so ziemlich alles, was der Mensch so braucht, außer Wein, werden hier alle Obst- und Gemüsearten angebaut, und hier ist auch der wirtschaftliche Mittelpunkt: Ludwigshafen.

So wird jeder Besucher in Rheinland-Pfalz das finden, was ihn interessiert, denn die Vielseitigkeit ist überwältigend groß, und man braucht nur zu wählen zwischen weltstädtischen Lebens oder stillen Oasen, zwischen Romantik oder Sachlichkeit oder reizvollen Urlaubsorten, die ganz schnell zu einem Ferienparadies werden können.




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